Zuviel Wind, zuwenig Wind – Segeln im Ijsselmeer

Die diesjährige Segeltour war diesmal von extremen Wetterverhältnissen geprägt. War es Freitag noch extrem heiß, so dass wir bei einer lauen Sommernacht den Tag ausklingen lassen konnten, so begann der Sonnabend zwar sonnig, aber alsbald schlug das Wetter in einen kernigen Herbst um. Wir als Norddeutsche sind ja Herbste, die als Sommer getarnt sind, gewohnt, aber dieser eisige Wind in West – Friesland überraschte uns doch. Als wir am Samstag Morgen den Hafen von Makkum verließen, blies uns ein eisiger Wind von Windstärke sieben entgegen, der zwar das Segeln möglich machte, aber das Plattbodenschiff an seine Grenzen brachte, dergestalt, dass wir vom ursprünglichen Ziel  – Enhuizen oder Horn  – Abstand nehmen mussten. Der Skipper Wilhelm mit seinem Maat Peter musste somit am nächstliegenden Hafen einen Zwangshalt einlegen. Über einen kräftigen Schneeschauer am Abend hätten sich die meisten Teilnehmer nicht mehr gewundert..

Aber wir haben das Beste daraus gemacht: gemeinsam haben wir gekocht, Spiele gespielt und uns prächtig amüsiert. Am nächsten Morgen hatte der Frühherbst eine kleine Pause eingelegt, dahingehend, dass sich der Wind von Windstärke sieben auf gefühlte Null reduzierte, was wiederum bedeutete, dass nun das Segeln wieder schwer möglich war. So tuckerten wir mit drei Knoten über das Ijsselmeer. Skipper Wilhelm hatte dann ein Einsehen und warf auf halber Strecke den Motor an, so dass wir am Ende wieder wohlbehalten in Makkum ankamen.

Auf das Wetter haben wir keinen Einfluss, es war sehr schade, aber jeder Nordeuropäer weiß, dass man sich beim Sommer nur auf eins verlassen kann: dass man sich nicht auf ihn verlassen kann.

Insgesamt hatten wir aber alle viel Spaß und das ist schließlich am wichtigsten!

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